HEIZUNG

Damit eine Gemeinde mit den ambitionierten Klimazielen von Bund und EU Schritt halten kann, müssen Gebäude eine immer höhere Energieeffizienz aufweisen. Neben der thermischen Sanierung ist es das Ziel, in absehbarer Zeit die zu produzierende Raumwärme nicht durch fossile, sondern durch erneuerbare Energieträger zur Verfügung zu stellen. Viele Wohnung in Österreich werden nach wie vor mit Öl oder Erdgas beheizt, daher gibt es immensen Bedarf, den Tausch dieser bestehenden Heizungsanlage voranzutreiben. Des Weiteren ist die Entscheidung der Gemeinde zu einem neuen Heizsystem oftmals ein schwieriges Unterfangen, da die Energieversorgung auf viele Jahre geprägt wird. Der Ausstieg aus Öl bzw. Gas und eine schlechte Energieeffizienz der in die Jahre gekommenen alten Kessel macht einen Heizungsumstieg nötig. Dennoch gilt es folgenden Grundsatz zu beachten:

“Zuerst muss die vorhandene Gebäudehülle geprüft, gegebenenfalls gedämmt und erst dann das passende Heizsystem gewählt werden, um Wärmeverluste durch die Gebäudehülle zu verringern!“

Je kleiner der Wärmebedarf eines in Gemeindeeigentum stehenden Gebäudes ist, desto kleiner muss die aufgebrachte Leistung der Heizung sein und desto kostengünstiger ist der zu investierende Betrag in ein neues Heizsystem. Die Überdimensionierung des Kessels und der daraus resultierende Teillastbetrieb wird dadurch ebenfalls vermieden.

Doch nicht nur ist es der Heizungstausch, der zu einer Effizienzsteigerung des gesamten Heizsystems beiträgt. Augenmerk sollte auch auf die bestehenden Heizungspumpen, Heizungsarmaturen, Regulierventile, auf die Verteilanlage der Heizung oder auch auf die Heizungsregelung gelegt werden.

Einfache Handlungsempfehlungen

Bei der Wahl des richtigen Heizsystems sollte zuallererst der zum Einsatz kommende nachhaltige Energieträger geklärt werden. Die anschließende Auswahl an Wärmeerzeugungsanlagen (Hackschnitzel, Pellets, Wärmepumpen, …) ist groß und sollte auf die Bedürfnisse der Gemeinde abgestimmt werden. Dabei kann das Vorhandensein eines geeigneten Lagerplatzes oder das bestehende Wärmeabgabesystem in den Gebäude von großer Bedeutung sein.

Beispielsweise wird der Einsatz von Wärmepumpen grundsätzlich nur in Niedrigenergiehäusern mit einer Fußboden- bzw. Wandheizung empfohlen. Diese würden bei einem Gebäudebestand mit großteils bestehenden Hochtemperatur-Radiatoren nicht zielführend sein. Auch kann es von entscheidender Bedeutung sein, welches Heizsystem im Rahmen der Bedarfszuweisung gefördert wird. Bevor aber die Gemeinde eine Heizungsumstellung vornimmt, wird dringend eine Energieberatung empfohlen.

Folgende Maßnahme tragen zu einem energieeffizienten Heizsystem bei:

  • In die Jahre gekommene Heizungspumpen mit fixer Drehzahl, welche das Heizungswasser in den Verteilleitungen des Heizsystems zirkulieren lassen, sollten durch energieeffiziente drehzahlgeregelte Hocheffizienzpumpen getauscht werden. Diese passen sich den Druckverhältnissen der Anlage an und verbrauchen nur einen Bruchteil an Strom im Vergleich zu alten Pumpen.
  • Durch die Dämmung von Armaturen, Pufferspeicher und den Heizungsverteilleitungen kann ansonsten verschwendete Energie ohne viel Aufwand eingespart werden.
  • Der Einsatz von (elektronischen) Thermostatventilen ist mit geringen Investitionskosten verbunden und kann im Zusammenwirken mit einer gut eingestellten Heizungsregelung (optimal eingestellte Heizkurve!) den Wärmebedarf optimal steuern. Es sei bemerkt, dass 1 °C weniger an Raumtemperatur 6 % an Heizenergie einspart!
  • Der hydraulische Abgleich hat zum Ziel, alle beheizbaren Räume gleichmäßig mit Wärme zu versorgen und sollte wie auch eine jährlich empfohlene Kontrolle und Reinigung des Heizsystems von einem Installateur des Vertrauens durchgeführt werden.

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