Nachhaltige Wärme­versorgung der Stadt Mürzzuschlag

Ansprechperson

DI Peter Drexler
E: peter.drexler@mzz.at

Ausgangssituation

Im Geschäftsjahr 01.04.2019 – 31.03.2020 wurden 22,1 GWh Wärme an die FW-Kunden geliefert und dafür 12,4 GWh Gas und 16,8 GWh Wärme aus Biomasse ins FW-Netz eingespeist. Durch den gestiegenen Wärmebedarf durch neue FW-Kunden reduzierte sich der Anteil der Biomasse in den letzten Jahren, weil die bestehenden Anlagen ihre Leistungsgrenzen erreicht hatten. Im letzten Geschäftsjahr ergab sich ein Systemwirkungsgrad von 76% und ein Biomasseanteil von 58% für den Betrachtungszeitraum.
Das FW-Netz wird nicht mehr gebietsmäßig vergrößert, weil die Bebauungsdichte und der Wärmebedarf in den bisher nicht erschlossenen Bereichen zu gering sind. Durch verschiedene Faktoren, wie Klimawandel, Wärmedämmung, effiziente Heizsysteme, u. ä. ist allerdings keine wesentliche Steigerung der benötigten jährlichen Wärmemenge trotz höherer Anschlussleistung durch Neuanlagen zu erwarten. In den Kältephasen besteht aber für wenige Tage im Jahr ein hoher Leistungsbedarf, der mit den bestehenden Anlagen nicht mehr, mit der notwendigen n-1 Ausfallsicherheit, abgedeckt werden kann. Zudem können die morgendlichen Leistungsspitzen derzeit nur mit den vorhandenen Gaskesseln bewältigt werden.

Ziele bis 2025:

  • Steiergerung des Anteils erneuerbarer Energieträger zur Wärmeerzeugung auf mind. 80% (regionaler Biomasse und Solarthermie)
  • Steigerung des Systemwirkungsgrades auf mind. 80%
  • Gewährleistung der n-1 Ausfallssicherheit

Ablauf der Umsetzung

Folgende Maßnahmen befinden sich in Umsetzung oder sollen bis 2025 umgesetzt werden:

  • Einbindung und Optimierun der Solarthermieanlage mit Speichern in das Mürzzuschlager Fernwärmenetz
  • Hydraulische Netzanalyse mit den zu erwartenden Neuanschlüssen bis 2025 und Simulation von verschiedenen Lastzuständen und Einspeisebedingungen an den fünf Einsepisepunkten
  • Erarbeitung eines Konzeptes für die Erreichung der angeführten Ziele unter Berücksichtigung der notwendigen Sanierungen und Erneuerungen der Erzeugungsanlagen und des FW-Netzes.
  • Erstellung eines Umsetzungsplanes auf Basis des o.a. Konzeptes

Erreichte Ziele

Die Einspeisung von Wärme aus der bestehenden Solarthermieanlage verringert den CO2-Ausstoss um rd. 1.000 t jährlich.

Finanzierung

Die Kosten für das Projekt betragen rd. € 3 Mio. und werden großteils fremdfinanziert.
Eine Steigerung des Systemwirkungsgrades um 1% bringt eine Kostenersparnis von rd. € 30.000 jährlich, bei den gegenwärtigen Energiepreisen.

Weitere Informationen

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