Klimawandel­anpassung durch Klimabäume und Schwammstadt-Methode Kaindorf

Ansprechperson

Margit Krobath
T: 0664 8373307
E: margit.krobath@oekoregion-kaindorf.at

Ausgangssituation

Bedingt durch immer wärmere Winter und trockenere Sommer und durch neu eingewanderte Schädlinge und Erkrankungen leiden unsere gängigen Allee- und Grünstreifen und heimischen Baumarten wie z. B. die Kastanie oder Esche.
Mit alternativen Baumarten aus dem (süd-) osteuropäischen, aber auch nordamerikanischen und asiatischen Raum, die auf Grund ihrer Eigenschaften potentiell in der Lage sind, den prognostizierten Klimabedingungen unserer Region zu trotzen, werden bereits Versuche gemeinsam in Kooperation mit der Baumschule Loidl und der zuständigen Forstbehörde der Bezirkshauptmannschaft gemacht.
Rund 20 klimaresistente Baumarten werden nach dieser Studie mittelfristig in der Region standorttypisch beheimatet sein.Des Weiteren wurde die Anpflanztechnik für Stadtbäume, verbessert und dem Klimawandel angepasst werden.

Es besteht der Plan bereits vorhandenes regionales Know-How zu verwenden und unter dem Wurzelballen mit Pflanzenkohle eine Versickerungs-schotterschichtung zu vermischen. Der Baum soll dann darauf gepflanzt werden. Dies ermöglicht ein gutes Wurzelwachstum durch die mit Pflanzenkohle als Nährstoff versetzten Hohlräume. Bei Starkregen, kann das Wasser gut absickern und wird nicht an der Oberfläche weggeschwemmt.

Diese Stockhom bzw. in Österreich bekannt unter Schwammstadtmethode ist ein wichtiger Faktor für einen gesunden Baumwachstum im Stadtbereich.

Ablauf der Umsetzung

  1. Mit der Baumschule Loidl und nach einer Studie von Dr. Körbler aus Deutschland wurden Klimabäume für die Steiermark ausgesucht, deren Charakter und Eigenschaften ressistent für unser Klima sein müssten.
  2. 4 verschiedene Baumsorten wurden in den 5 Schulgärten der Ökoregion Kaidnorf gepflanzt und von den Schülern beobachtet und deren Entwicklung dokumentiert.
  3. Die Schwammstadtmethode wurde beim Pflanzen von zwei identen Bäumen der NMS- und VS-Kaindorf gezeigt und angewandt.
  4. Die Broschüre Klimafitte Bäume wird beim 2. Steirischen Gemeindefachtag am 8.11.2021 für ökologische Grünraumpflege und -gestaltung präsentiert und soll als Informationsquelle bzw. Entscheidungshilfe für andere Gemeinden dienen.

Erreichte Ziele

Bäume sind ein wichtiger Faktor für unser Micro Klima. Ein Baum spendet natürlichen Schatten, speichert Feuchtigkeit und gibt diese bei Hitze auch wieder ab. Temperatur-Messungen in Städten haben ergeben, dass die Temperatur unter einem Baum um rund 10 Grad weniger beträgt und damit als passive Klimaanlage die Umwelt schont. Zudem speichert ein ausgewachsener Baum bis zu 13 Tonnen CO2 pro Jahr und trägt maßgeblich zur Decarbonisierung bei.

Je mehr Bäume desto..

  • besseres Micro Klima
  • passive Klühung = massive Energieeinsparung bei Klimageräten
  • Wenger Stress für den Körper bei Hitzetagen
  • CO2 Bindung = Decarbonisierung

Finanzierung

Finanziert wird die Bewerbung des Projektes über den Verein Ökoregion Kaindorf im Rahmen der KLAR! Klimawandel­anpassungs­modellregion ein Programm des Klimafonds.

Kosten für Bäume und Pflanzung je nach Anzahl der Bäume varierbar werden von den Gemeinden getragen.
Die Einsparung: ein Alleebaum, nicht Klima ressistent zwischen Straße und Gehsteig auf 1x1x1 Meter geplanzt hat eine Lebenserwartung von 1 Jahr. Nachpflanzung erforderlich!
Ein Baum der Trockenheit im Winter und starke Hitze im Sommer verträgt und auf 5x5x5 Meter mit genügend Nährstoffen eingeschlemmt in den Boden gepflanzt wird – hat in Stockholm schon mehr als 25 Jahre gut überlebt.

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