Energiebuchhaltung der Stadtgemeinde Feldbach

DI Peter Köhldorfer (koehldorfer@feldbach.gv.at)
Gemeinde: Stadtgemeinde Feldbach
Telefon: 03152 2202-211

 

Wenn der Energiebedarf der Stadtgemeinde ermittelt werden sollte, war es immer ein mehrtägiger Prozess, die Daten zu erfassen. Diese Daten waren teilweise auch sehr ungenau, da die Kosten zwar aus der Buchhaltung ermittelt werden konnten, aber die Verbräuche nicht mit abgespeichert waren. Es war auch nicht schnell ersichtlich, wenn sich schleichende Verluste einstellten. Diese wurden erst dann festgestellt, wenn schon Schäden an der Bausubstanz erkennbar waren.

Ausgangssituation

Erhebung und Analyse des Zustands der kommunalen Gebäude: In einem ersten Schritt wurde für sämtliche Gemeindegebäude der Neuen Stadt Feldbach ein energietechnischer Grobcheck durchgeführt. Beginnend mit einer Schreibtischstudie wurde die jährlichen Strom- und Wärmeverbräuche auf Basis der zur Verfügung stehenden Energierechnungen erhoben. Auf Basis vorhandener Rechnungen aus der Buchhaltung und mittels Vor-Ort Begehungen erfolgte eine Dokumentation der vorhandenen Zählerinfrastruktur für elektrische Energie, Wärmeversorgung und Trinkwasserverbrauch. Unterstützt wurde die Erhebung durch den sogenannten „mobilen Hausmeister“. Dieser mobile Hausmeister wurde im Rahmen des laufenden Projektes installiert und wird durch einen erfahrenen Gemeindemitarbeiter dargestellt. Auf Basis der o.a. Erhebungen wurden alle wesentlichen Ergebnisse der durchgeführten Arbeiten zusammengefasst.

Energierelevante Datenerhebung: Die energie- und bautechnischen relevanten Daten der Zielgebäude wurden basierend auf vorhandenen Unterlagen (Stromrechnungen, Wärmeabrechnungen, dokumentierte durchgeführte Sanierungsmaßnahmen gemäß Bauakt, persönliche Kenntnisse des Gebäudeverantwortlichen der Stadtgemeinde), sowie mittels Vor-Ort Begehungen durch einen Energie- und Heizungstechniker und Bautechniker erhoben und dokumentiert. Die weitere Betrachtung erfolgte ausschließlich für die ausgewählten Zielgebäude. Aus den vorliegenden Bauakten wurden in weiterer Folge die Nutzflächen dokumentiert und in ein gemeinsames Kalkulationsblatt eingetragen sowie Energiekennzahlen daraus abgeleitet. Aus den Bauakten sind die in den letzten Jahren durchgeführten Sanierungsmaßnahmen, welche ebenfalls in der Dokumentation berücksichtigt wurden, ersichtlich. Parallel dazu wurde von einem Energiefachmann und dem zuständigen Hochbautechniker der Gemeinde die Zielgebäude nochmals Vor-Ort besichtigt und augenscheinliche Problemfelder dokumentiert. Ein Heizungsfachmann hat das Wärmeversorgungssystem der Gebäude einer fachmännischen Beurteilung unterzogen.

Erreichte Ziele

30 Gebäudeverantwortliche lesen bei den 77 Liegenschaften, die in der Energiebuchhaltung erfasst wurden, die Zähler ab und tragen es in die eigens programmierte Datenbank der Energiebuchhaltung ein (581 Zähler, davon 377 Strom-, 107 Wärmemengen,- 97 Wasserzähler), bei einem Ortsteil wird mit automatischer Ablesung gearbeitet. Über 18.000 Datensätze sind bereits in der Datenbank vorhanden, 17 Kostenstellen wurden dafür angelegt. Die Daten werden monatlich erfasst und ein Energiebericht wird erstellt. Fehlen Ablesungen, wird bei den Verantwortlichen nachgefragt. Die Verbräuche werden beim Ablesen von den Gebäudeverantwortlichen selber ausgerechnet, damit ist für ihn oder sie gleich erkennbar, ob es Veränderungen gegeben hat und Handlungsbedarf besteht.

Anmerkungen

Energiebuchhaltung kann mit Einbindung der Gebäudeverantwortlichen sehr gut funktionieren.

 

Interessante Links: https://www.feldbach.gv.at/

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